Zum Thema

02.09.2017, 20:05 Uhr
 
Ehrenamt und Kultur
Die zunehmende Individualisierung unserer Gesellschaft führt auch dazu, dass unsere Vereine und Institutionen immer größere Probleme haben, Menschen zu finden, die bereit sind, aktiv und dauerhaft mitzuarbeiten. Vereine werden aufgelöst, Feuerwehren werden geschlossen. Darunter leidet der gesellschaftliche Zusammenhalt. Die Wertevermittlung, die in der ehrenamtlichen Zusammenarbeit bisher geleistet wurde, wird damit zunehmend ausgehöhlt.
 
Unsere kulturellen Angebote und Einrichtungen stehen zunehmend auf dem Prüfstand, werden häufig als Luxus betrachtet und fallen dem Rotstift zum Opfer.
 
Mein Ziel ist es, auf Landesebene daran zu arbeiten, den rechtlichen Rahmen für die ehrenamtliche Arbeit zu verbessern, das heißt Vorschriften zu vereinfachen und abzubauen.

Ich setze mich dafür ein, dass Kultur, Soziales und Sport mit einer auskömmlichen Finanzierung arbeiten können. Hierzu gehören auch die aufgabengerechte Finanzausstattung der Gemeinden und ein ergänzendes Landesförderprogramm für ehrenamtlich geleitete kulturelle Einrichtungen.

Mir ist wichtig, dass den ehrenamtlichen Akteuren Wertschätzung und Anerkennung entgegengebracht wird.
 
Übrigens: Auch als Abgeordnete in Hannover will ich meine bisherige aktive Arbeit für die Menschen in meinem Wahlkreis mit voller Einsatzbereitschaft fortsetzen und für ein lebenswertes Umfeld in unseren Dörfern und Städten Verbesserungen bewirken.
 
Veronika Koch setzt sich dafür ein, dass Kultur, Soziales und Sport mit einer auskömmlichen Finanzierung arbeiten können.
Unser Landkreis Helmstedt – seine Städte und Dörfer – zeichnen sich durch ein breit gefächertes, hervorragendes kulturelles Angebot aus: Theateraufführungen, Konzerte, Kunstausstellungen sowie Museen verschiedenster Art prägen ebenso wie bedeutende Baudenkmale unsere Kulturlandschaft. Dieses Angebot kann nur vorgehalten und präsentiert werden, weil der Landkreis, die Gemeinden, Stiftungen und vor allem auch von ehrenamtlichem Einsatz getragene Vereine und Initiativen sich kraftvoll dieser Aufgabe widmen.
 
Das Ehrenamt ist die größte Bürgerinitiative unseres Landes. Die ehrenamtliche Arbeit von Bürgerin-nen und Bürgern findet man im Landkreis Helmstedt in den verschiedensten Feldern: Ohne ehrenamtliches Engagement, ob in der Feuerwehr, der Kirche, in Verbänden, in Initiativen oder dem Verein vor Ort, ist eine funktionierende Gesellschaft nicht vorstellbar. Es wären die wichtigen Aufgaben, die das gesellschaftliche Zusammenleben gestalten und prägen, nicht zu bewältigen und unsere Gemeinden könnten ihre Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge, wie zum Beispiel die freiwillige Feuerwehr, nicht erfüllen. Täglich setzen sich in unseren Kommunen Bürgerinnen und Bürger uneigennützig für ihre Mitmenschen ein und üben dabei vielfach persönlichen Verzicht.
 
Aufgrund meiner eigenen langjährigen Erfahrungen, nicht zuletzt als ehrenamtliche Bürgermeisterin von Grasleben, meiner Arbeit in Kultur- und Partnerschaftsvereinen, in der Kirche sowie in Fördervereinen vermag ich den persönlichen Gewinn aber auch die Hürden, die sich den Ehrenamtlichen stellen, gut einzuschätzen.
 
Ich setzte mich dafür ein, die ehrenamtliche Arbeit weiter von Bürokratie zu entlasten, durch bessere Beratungsangebote zu unterstützen und die steuerlichen Freibeträge für ehrenamtliche Tätigkeiten deutlich zu erhöhen. Außerdem sind die steuerlichen Belastungen wie Rundfunk- und Gema-Gebühren für Vereine auf den Prüfstand zu stellen.
 
Es ist wünschenswert, künftig noch mehr junge Menschen für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu gewinnen, sie mit der gut erprobten Jugendleiterausbildung (JuleiCa) zu qualifizieren und so das freiwillige Engagement stärken. Dieses soll sich auch positiv in ihrem Beruf, in ihrem Studium oder ihrer Ausbildung auswirken. Ich befürworte die Erwähnung von ehrenamtlichen Tätigkeiten in den Schulzeugnis-sen, bei Bewerbungen oder beim Studium.
 
Der Sport ist ein wichtiger Teil unserer Kultur. Wir müssen gute Rahmenbedingungen schaffen, die zur Übernahme von Verantwortung im Ehrenamt ermutigen und die den Sport mit seiner hohen gesellschaftspolitischen Bedeutung wieder angemessen stärkt. Er dient nicht nur der Gesundheitsförderung, sondern vermittelt insbesondere auch jungen Menschen wichtige Werte wie Toleranz und Fairness. Es gilt, den Sport mit seiner Vielfalt stärker zu fördern, um damit seinen Wert für die Gesundheits- und Gesellschaftspolitik weiter zu erhalten.
 
 
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und eines veränderten Freizeit- und Bewegungs-verhaltens setze ich mich für eine überregionale Sportentwicklungsplanung ein:  
 
gemeinsam mit den Verbänden und Vereinen sowie den Kommunen einen "Masterplan" entwickeln, um den Übungs- und Wettkampfbetrieb bedarfsgerecht anzupassen. 
mehr Fördermittel für die Sanierung von Sportstätten einstellen. 
mehr Sport und Bewegung für Kinder ermöglichen. Dazu sollte langfristig für alle Schularten eine tägliche Sport- und Bewegungsstunde eingeführt und flächendeckend realisiert werden. Hier ergibt sich ein breites Feld für eine intensive Kooperation zwischen den Schulen und Vereinen, die wir noch stärker ausbauen wollen.
ein Netzwerk „Gesundheitsförderung und -prävention“ einrichten, in dem die Sportverbände und Sportvereine neue Kooperationen und Betätigungsfelder mit Krankenkassen, Firmen, Schulen oder Kindertageseinrichtungen abschließen können.
 
 
Kultur bzw. Kulturangebote im Landkreis Helmstedt, Soziales und Sport müssen mit einer auskömmlichen Finanzierung arbeiten können. Hierzu gehört auch die aufgabengerechte Finanzausstattung der Gemeinden.
 
Als Landtagsabgeordnete werde ich mich in Hannover dafür einsetzen, für diese Projekte Unterstüt-zung zu gewinnen. Hierzu bedarf es oft der Überzeugungsarbeit bei Mandatsträgern, Regierungsstellen und sonstigen Ansprechpartnern. 
 

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