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Aktuelles
29.03.2021, 15:10 Uhr
Gelbschalen reduzieren Spritzmitteleinsatz auf dem Rapsfeld
Landtagsabgeordnete und Bundestagskandidat informierten sich vor Ort bei Landwirtsfamilie Michel in Rennau
Einem konkreten Hinweis besorgter Bürger gingen die Helmstedter Landtagsabgeordnete Veronika Koch und der Bundestagskandidat Andreas Weber (beide CDU) in dieser Woche in Rennau nach. Auf einem Rapsfeld in der Rennauer Feldmark wurde eine gelbe Schale gesichtet, die auf einem Plastikkanister mit der Aufschrift „Herbizid“ stand. Während eines Vor-Ort-Termins erläuterte Landwirtsfamilie Michel aus Rennau, was es damit auf sich hat. 
 
Untersuchung der Gelbschale auf dem Rapsfeld (v.l.n.r.): Britta Michel, Andreas Weber, Christoph Michel, Veronika Koch
Helmstedt -
Zunächst gab Landwirt Christian Michel Entwarnung: „In dem Kanister befindet sich klares Leitungswasser, um die gelbe Schale stetig mit Wasser nachfüllen zu können. Er ist vorher von allen Pflanzenschutzmitteln gereinigt worden und dient auch dazu, die Schale mit Hochwachsen der Rapspflanze höher platzieren zu können.“ Sein Sohn Christopher Michel erläuterte, wofür die gelbe Schale inmitten des Feldes eingesetzt wird: „Weil die gelbe Farbe den Rapsglanzkäfer und den Stengelrüssler anziehen, steuern sie die Schale an und bleiben im Wasser hängen. Regelmäßig werden die so gesammelten Schädlinge, die die Rapspflanze in einem bestimmten Stadium im Wachstum befallen, gezählt. Wenn wenige Schädlinge gesammelt werden, ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln aktuell nicht erforderlich. Auf diese Weise setzen wir Pflanzenschutzmittel nur sehr gezielt und sparsam sein.“ Michel weist darauf hin, dass in einem späteren Blütenstand die Insekten wiederum sehr nützlich und zur Bestäubung erforderlich sind.
 
„Insekten- und Pflanzenschutz gehen bei uns Hand in Hand. In der guten fachlichen Praxis versuchen wir täglich die Einwirkungen in die Pflanzenwelt so gering wie möglich zu halten. Moderne Gerätschaften und die aktuellen Erkenntnisse aus der Pflanzenforschung ermöglichen uns dies“, ergänzte schließlich Britta Michel.
 
Die Politiker dankten der Familie Michel für die ausführlichen Informationen während des Vor-Ort-Termins. Die Sorge der Anwohner war somit erwartungsgemäß unbegründet. „Transparenz beim Ackerbau ist für uns alle sehr wichtig und trägt sehr zum gegenseitigen Verständnis bei. Hier wird klar, dass Artenschutz und landwirtschaftliche Nutzung in einem gesunden Verhältnis zueinanderstehen. Ein schönes Beispiel für den Niedersächsischen Weg“, kommentierte die Landtagsabgeordnete Veronika Koch. Und der Bundestagskandidat Andreas Weber stellte am Ende klar: „Dem besorgten Bürger werden die gleichen Sachinformationen übermittelt, so dass wir alle jetzt wissen, dass die Gelbschalen sehr nützlich sind.“
 
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